Szintigraphie

Die Szintigraphie ist ein etabliertes diagnostisch sehr wertvolles bildgebendes Verfahren, welches auf radioaktiver Strahlung beruht. Aus diesem Grunde werden die Pferde in einem eigens dafür angelegten Stalltrakt untergebracht und untersucht.

Prinzip:

Dem Patienten wird eine Substanz gespritzt (Caesium Cs134) deren Strahlung von einer Gamma-Kamera detektiert werden kann. Dank der Trägersubstanz reichert sich das Nukleotid an besonders stoffwechselaktiven Bereichen im Körper an, die so sichtbar gemacht werden können.

Indikation:

Die Szintigrafie eignet sich besonders in Fällen von unklaren oder schwer zugänglichen Lokalisationen von Schmerz oder Lahmheit, kann aber auch bei Rittigkeitsproblemen oder Leistungsabfall wertvolle Hinweise liefern. Zudem lassen sich unter Umständen entzündlich-aktive Zustände darstellen, die in anderen bildgebenden Verfahren unauffällig zu sein scheinen.

Durchführung:

Das Pferd sollte am Vortag aufgestallt werden. Vor der Applikation des Radio-Nukleotids wird das Pferd bewegt um eine gute Durchblutungssituation im Gesamtorganismus zu erzeugen. Im Anschluss wird das Pferd schonend sediert und nach ca. 30 Minuten werden die ersten Aufnahmen, die sog. „Weichteilphase“, angefertigt. Nach weiteren 90 Minuten werden die Aufnahmen des Skelettsystems angefertigt.

Nach der Anfertigung der Bilder ist keine weitere Nachsorge nötig. Das Pferd kann bereits nach 48 Stunden den Stall verlassen. So lange muss aus Gründen des Strahlenschutzes das Pferd separat aufgestallt werden.